DOMMER

DIE LÖSUNG FÜR DIE AUFLÖSUNG

Posted by Christian Billmann on Sep 20, 2019 2:25:28 PM
Christian Billmann

COWBOY2JPG,TIF, PSD, AI, SVG, EPS – WTF?
Die unterschiedlichen Datei-Formate können einen verwirren und führen bei vielen zur Verunsicherung da oft nicht klar ist welches Format am besten geeignet ist. Im folgenden Beitrag erfahren Sie die grundlegenden Unterschiede, und ich zeige  den ein oder anderen Stolperstein auf dem Weg zu perfekten Daten.

Dann legen wir mal los. Im Grunde gibt es zwei Grundformate: Pixelbasierte Daten, vektorbasierte Daten.

 

Die pixelbasierten Formate

Alle Digitalkameras oder Scanner speichern die Daten als Pixelinformationen.

Pixel-BildJpegs (*.jpg) Tiff (*.tif) und Photoshop-Dokumente (.psd) sind pixelbasierte Dateiformate, sogenannte Rastergrafiken. Eine Rastergrafik setzt sich aus vielen, quadratischen Bildpunkten (Pixeln) zusammen, die in einem festen Raster angeordnet sind. Jedem einzelnen Pixel ist ein Farbwert zugeordnet.

Je mehr dieser Pixel auf einem definierten Raum von 2,54 x 2,54 cm (= 1 INCH) vorhanden sind, desto höher ist die Auflösung. Deshalb spricht man, wenn es um die Auflösung eines Bildes, geht von ppi, (Pixel pro Inch) bzw. dpi (Dots pro Inch).

RASTER-DRUCKIm allgemeinen Sprachgebrauch ist "dpi" verbreiteter,
gemeint ist aber immer dasselbe.
Es ist also egal, ob man von "ppi" oder "dpi " spricht.
Die Bezeichnung dpi (auf Deutsch: Punkte pro Inch) kommt vom klassischen, analogen Druck. Bilder werden im analogen Druck in einem punktförmigen Raster (Dot) aufbereitet. Da es analog schon länger gibt als digital, und wir uns als Jünger Gutenbergs, gerne an Traditionen festhalten spricht man von "dpi".

 

 

Wo nichts ist, kann nichts werden

Fotolia_RastergrößeKommen wir zum Thema Auflösung. Das Problem ist, das sich Rastergrafiken nur innerhalb des über die pixeldefinerten Rahmens vergrößern lassen. (Sie erinnern sich, "pixel pro Inch"?) Wenn man für die Produktion also mehr Pixel benötigt als da sind, bekommt man Probleme. Die vorhandenen Pixel werden einfach vergrößert dargestellt und die Abbildung verschlechtert sich. - Das Bild wird pixelig.

Am besten lässt sich das an einem kleinen Beispiel erklären:
Wir haben ein Bild mit 2480 x 1748 Pixeln und einer Auflösung von 72 dpi (= DIN A 5 mit 300 dpi). Jeder unserer Pixel ist hier 0,08 x 0,08 mm Groß. Für das menschliche Auge also unsichtbar.

Im digitalen Großformatdruck wird eine Auflösung von 90 dpi benötigt. Jeder gedruckte Pixel ist also 0,28 x 0,28 mm Groß. Einzelne Pixel sind also immer noch nicht zu erkennen.

Wenn man, von unserem Beispielbild, jetzt eine Messewand mit 4,2 x 3 Metern produzieren möchte stehen also für den Druck nur 15 Pixel anstatt der benötigten 90 Pixel pro Inch zur Verfügung. Das heißt das jeder einzelne Pixel 6 mal größer Dargestellt werden muß.

Jedes Bildpixel wird dann 1,7 x 1,7 mm Groß, ist für das Auge sichtbar
und das Bild erscheint uns „pixelig“.

Wie man an dem Beispiel sieht, kann eine Rastergrafik nicht ohne Qualitätsverlust
vergrößert werden. (Ich gehe jetzt mal nicht auf das Thema Interpolation ein).

Hier liegt also das Problem, wenn vom Produzenten der Anruf kommt, dass die Auflösung zu niedrig ist.

 

Pixelig ist nicht unbedingt zu pixelig

Glücklicherweise gibt es nicht nur geht, oder geht nicht. Ob man Daten trotz "zu niedriger" Auflösung für die Produktion freigibt hängt in vielen Fällen vom "Betrachtungsabstand" ab. Wenn also klar ist das ein Motiv z.B. in 3 Metern Höhe hängt wird man eine leichte Pixeligkeit nicht mehr erkennen.

Testchart zum prüfen der Auflösung und des BetrachtungsabstandesAls kleine Entscheidungshilfe kann man sich einfach unser Testchart downloaden, ausdrucken und an die Wand hängen.

Kleiner Tipp am Rande
Es empfiehlt sich seine Bilddaten auch nicht größer abzuspeichern als Sie für die Produktion benötigt werden. Speichert man ein 1 x 1 Meter großes Bild mit 300 dpi ab entspricht das 11813 x 11813 Pixeln und ist es 530 MB groß.Wird das 1 x 1 Meter große Bild aber mit 90 dpi produziert entspricht das nur 3544 x 3544 Pixeln. Die Datei ist dann nur 50 MB groß. Spätestens wenn man die Daten für die Druckproduktion überträgt ist man froh über jedes Megabyte das nicht übertragen werden muß. Man spart sich enorm viel Zeit.Die Beispiel-Datengrößen finden sich auch in dem Testchart zum download.

 

 


 

Die vektorbasierten Formate

Vektor_vs_PixelAdobe Illustrator (*.ai) Encapsulated Postscript (*.eps) sind gängige Vektor-Formate.

Eine Vektorgrafik ist eine digital erstellte 2D Grafik. Vektorgrafiken basieren nicht auf einzelnen Pixeln wie Rastergrafiken, sondern speichern die einzelnen Elemente wie Linienstärke, Farbe und Flächenfüllungen in Bildbeschreibungen . Bei einer Vektorgrafik werden die Parameter der Grafik über Bezierkurven definiert. Einzelne Kontrollpunkte mit einem XY-Werte definiert die jeweils mit einem Vektor verbunden werden.

 

Was nützen einem Vektorgrafiken?

Diese völlig andere Prinzip der Datenspeicherung bringt den größten Vorteil gegenüber Rastergrafiken mit sich . Vektorgrafiken sind absolut verlustfrei skalierbar.

Am häufigsten werden Vektorgrafiken für die Erstellung von Illustrationen, Grafiken Logos und technischen Zeichnungen verwendet. Auch Schriften sind im Grunde nichts anderes als Vektorgrafiken. Wenn man eine Schrift in Zeichenwege umwandelt, wird aus dem veränderbarem Zeichensatz eine Vektorgrafik.

Fotorealistische Abbildungen wie in einer Rastergrafik sind dagegen mit Vektorgrafiken nicht möglich.

Wie macht man Vektorgrafiken?

Zum Erstellen von Vektorgrafiken braucht man ein geeignetes Grafikprogramm. Die am stärksten verbreiteten Software-Tools sind Adobe Illustrator und Corel Draw. Für Semiprofessionelle Anwender gibt es aber auch kostenlose Lösungen wie Inkscape.

Wichtig ist das die Daten mit einem geeigneten Programm erstellt werden. Eine Rastergrafik einfach in einem Vektorformat abzuspeichern funktionert nicht. Pixel bleibt Pixel. Eine Vektrografik in eine Rasterbild umzuwandeln funktionert dagegen problemlos, wenn man das den möchte.

Testchart zum überprüfen des Betrachtungsabstandes bei unterschiedlichen Auflösungen

 

 

 

 

 

 

 

Topics: Insider, tipps

Lösungen - Der DOMMER Blog

Hier dreht es sich mal nicht ausschließlich um unsere Produkte, sondern wir geben Ihnen Tipps, Tricks und Erfahrungen zu ganz unterschiedlichen Themen:

Testchart zum prüfen der Auflösung und des Betrachtungsabstandes

Subscribe Here!

Recent Posts